
Blumeninsel, Insel der schwimmenden Gärten, Insel des ewigen Frühlings, Smaragd im Atlantik. Das sind die gängigen Bezeichnungen für Madeira. Ein extrem mildes Klima mit Temperaturen, die ganzjährig zwischen 20 und 25 Grad liegen, dazu eine exotische Landschaft, ziehen seit dem 19. Jahrhundert Feriengäste an.
Der portugiesische Archipel liegt etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon und 700 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Dazu gehört die kleinere Insel Porto Santo mit einem wunderbaren Sandstrand und zwei unbewohnte kleinere Inselgruppen. Wie die Azoren und die Kanarischen Inseln, ist Madeira vulkanischen Ursprungs und zählt zur Gruppe der makaronesischen („glückseligen“) Inseln. Entstanden durch einen „Hot Spot“, ist die Insel nur das oberste Viertel des gesamten Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4000 Metern bis zum Meeresgrund ab. Die Flüsse auf Madeira haben meist ein sehr starkes Gefälle und weisen zahlreiche Wasserfälle auf. Der Pico Ruivo ist mit 1862 Metern der höchste Gipfel der Insel und zugleich einer der höchsten Berge Portugals. Die Küste von Madeira ist steil und felsig. Westlich von Câmara de Lobos erhebt sich das Cabo Girão, die zweithöchste Steilklippe Europas (Höhe 580 Meter). Tiefgründige, fruchtbare Böden findet man auf Madeira am Fuß von Hängen. Sie werden von den Einwohnern Madeiras als Fajãs bezeichnet und ebenso wie die ebenfalls fruchtbaren Achadas, die kleinen Hochplateaus, als Ackerbauflächen genutzt. Bewässert werden sie von ausgeklügelten, offenen Bewässerungsanlagen, den Levadas, die gleichzeitig den Wanderer auf eindrucksvolle Weise über die Insel führen und zusammen mit dem günstigen Klima für den Wuchs von etwa 793 ursprünglich hier vorkommenden und weiteren 540 durch den Menschen angesiedelten Pflanzenarten sorgen unter anderem dem berühmten Madeira-Wein.