Erholung im niederbayrischen Thermenland. |
Zwischen Regensburg im Westen und Passau im Osten, zwischen Donau im Norden und München im Süden wogen die Kornfelder im fruchtbaren Gäuboden, verheißen die Kurorte Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach im Bayerischen Thermenland Gesundheit und Erholung. Hier verbinden Dom- und Herzogstädte altes Kulturgut mit modernem Leben, das weite Land, eröffnet Blicke auf Wiesen und Felder, in geschäftigen Städtchen und ruhigen Dörfern laden beste niederbayerische Gasthäuser zur Einkehr ein.
Beim traditionellen Gäubodenvolksfest in Straubing oder dem Karpfhamer Fest im Rottal, fließen alljährlich im August über eine Million Liter Bier durch durstige Kehlen, doch auch außerhalb der fünften Jahreszeit spielt der Gerstensaft eine gewichtige Rolle und begegnet Urlaubern bei den von vielen Schaubrauereien angebotenen Brauereiführungen.
Im Kloster Mallersdorf gibt es die einzige Braumeisterin, die zugleich auch Ordensfrau ist. Schwester Doris braut dort schon über 20 Jahre Bier. Viele Kunden kaufen sich das gute Tröpfchen direkt im Kloster.
Genüssen eher seelisch-geistiger Art gibt man sich im Klosterwinkel im Passauer Land hin. Hier laden kulturelle Perlen wie die Asamkirche des Klosters Aldersbach, die Wallfahrtskirche Sammarei, die Rokoko-Klosterbibliothek Fürstenzell sowie die Schlösser Ortenburg, Haidenburg und Walchsing zum Anhalten, Einhalten und zu stiller Einkehr ein.
Wer ohne Pomp und Schnörkel, einfach und im Einklang mit sich und der Natur reisen will, entscheidet sich vielleicht eher für die VIA NOVA. Beginnend im niederbayerischen Metten - wo übrigens die Benediktinerabtei mit ihrer berühmten Bibliothek einen Besuch wert ist - zieht sich Deutschlands jüngster Pilgerweg durchs liebliche Hügelland des Rottals bis nach Sankt Wolfgang in Oberösterreich.
Den Augenblick leben kann auch, wer die Vergangenheit liebt. Die Wege von Passau entlang der österreichischen Grenze bis Ering oder die Via Danubia zwischen Passau und Bad Gögging sind gepflastert mit Hinweisen auf Fundstellen und Sehenswertes. Schätze und Ausgrabungsstücke aus einer Zeit lang vor Christi Geburt hortet das Museum Quintana in Künzing oder das Museum Boiotro in Passau. Als Fundgrube für Ausgrabungsfans erweist sich auch das niederbayerische Archäologiemuseum in Landau, während sich das Freilichtmuseum Massing ganz dem bäuerlichen Leben früherer Zeiten widmet.
Bei aller Museumsvielfalt, präsentiert sich Niederbayern zwischen Donau und Inn jedoch auch quicklebendig, weltoffen und trendbewusst. Auf sportlichem Gebiet zeigt sich das zum Beispiel im Hochseilgarten Bad Griesbach, in modernen Freizeitbädern, auf Wasserski-Anlagen oder in Deutschlands größtem Nordic-Walking-Park in Bad Griesbach. Pferdeliebhabern eröffnet Niederbayern eine Fülle an Angeboten, seien es nun Wanderritte, Kutschfahrten oder Trabrennen - die älteste Trabrennbahn Bayerns ist in Pfarrkirchen - oder Reiterurlaub für Kinder und Erwachsene.
Pralle Lebensfreude und ein wenig Übermut - das ist es auch, was die niederbayerischen Feste auszeichnet. Neben dem Straubinger Gäuboden¬volksfest, der zweitgrößten Wies’n Bayerns, macht vor allem das Karpfhamer Fest im September mit seinem großen Reitturnier von sich reden.
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